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Arbeitskreis Numismatik im Historischen Verein Wertheim e.V.
Der Arbeitskreis Numismatik wurde im Herbst 1972 von den Mitgliedern Philipp Hügel, Erich Langguth und Klaus Schulze gegründet und traf sich zum ersten Münzabend am 6. November 1972. Seitdem findet das regelmäßige Treffen jeweils am ersten Montag eines Monats um 20 Uhr statt. Zweck des Arbeitskreises ist die weitere Erforschung der Münzgeschichte der Grafschaft Wertheim, das Sammeln von Wertheimer Münzen und die Pflege und Betreuung des großen Bestandes Wertheimer Prägungen im Grafschaftsmuseum, der sich überwiegend im Besitz des Historischen Vereins Wertheim befindet.
Archäologisches Landesmuseum in Konstanz mit dem Zentralen Fundarchiv in Rastatt
Das Zentrale Fundarchiv ist Teil des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und hat die Aufgabe, landeseigene archäologische Objekte aus ganz Baden-Württemberg aufzunehmen, in einer Datenbank zu erfassen, konservatorisch sachgerecht zu lagern und für Ausstellungen in Museen sowie für Forschungsprojekte zur Verfügung zu stellen. Mehrere Millionen Einzelfunde werden auf ca. 6.000 m² Lagerfläche in rund 250.000 Lagerbehältern verwahrt. Rund 80.000 Objekte, darunter auch zahlreiche Münzen, wurden bisher einzeln inventarisiert und fotografiert. Etwa 10.000 Objekte stehen als Dauerleihgaben in über 140 Museen in Baden-Württemberg.

Badisches Landesmuseum in Karlsruhe
Das Münzkabinett des Badischen Landesmuseums Karlsruhe zählt mit rund 125.000 Objekten von der Antike bis zur Gegenwart zu den großen numismatischen Sammlungen in Deutschland. Die Anfänge reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert zu der Kunst- und Wunderkammer der Markgrafen von Baden. Im 19. Jahrhundert erfuhren die Bestände einen großen Zuwachs durch die Übernahme zahlreicher bürgerlicher und gelehrter Sammlungen. Seit 1936 ist das Münzkabinett Teil des Badischen Landesmuseums.

Landesamt für Denkmalpflege, Zentrale in Esslingen.
Das Landesamt für Denkmalpflege ist die als eine Abteilung im Regierungspräsidium Stuttgart organisierte Denkmalfachbehörde des Landes. Neben der Zentrale in Esslingen gibt es regionale Dienstsitze in Karlsruhe, Freiburg und Tübingen. Das Landesamt hat insbesondere die Aufgabe Kulturdenkmale – also Gegenstände und Objekte, an deren Erhaltung aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht – zu erfassen, zu dokumentieren und zu erforschen. Darunter fallen auch alle Fundmünzen, die amtlicherseits oder von Privaten, entdeckt und geborgen werden.

Landesmuseum Württemberg in Stuttgart
Das Münzkabinett zählt zu den ältesten Sammlungen, die im Landesmuseum Württemberg aufbewahrt werden. Die Bestände umfassen heute rund 180.000 Objekte, vor allem Münzen und Medaillen, aber auch Prägewerkzeuge, Papiergeld sowie Gemmen, Orden und Ehrenzeichen. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den Münzen und Medaillen Südwestdeutschlands, insbesondere auf den Geprägen des Hauses Württemberg und seiner Nebenlinien.
Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim
Der numismatische Sammlungsschwerpunkt der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim liegt in der Tradition des Mannheimer Altertumsvereins von 1859 auf antiken Münzen sowie Objekten aus dem Stadtkreis Mannheim und der Region Nordbaden. Zu der Sammlung der Kunst- und Kulturgeschichte zählen neben Münzen des Mittelalters und Münzen/Medaillen der Neuzeit ebenfalls Schenkungen aus dem Bereich der antiken Mittelmeerkulturen. In der archäologischen Sammlung sind neben den Altsammlungsbeständen besonders die Fundmünzen aus den Ausgrabungen der städtischen Denkmalpflege hervorzuheben.

Die etwa 14.000 Objekte der Münzsammlung der Universität Freiburg decken ein weites chronologisch-geographisches Feld ab. Die Bestände reichen von der griechischen Spätarchaik über Akzente im Hellenismus und bei den römischen Provinzialprägungen bis hin zur spätbyzantinischen Zeit. Den zahlenmäßig größten Teil der Sammlung bilden die ca. 12.500 Münzen der römischen Kaiserzeit bis Spätantike aus der Sammlung Wefels, die 1961 durch die Universität erworben wurde. Derzeit werden die Bestände für das Digitale Münzkabinett aufgearbeitet, bestehende Nutzungsmöglichkeiten der Bestände werden zudem immer weiter ausgebaut.

Die Universität Heidelberg verfügt über eine rund 5000 Objekte umfassende Münzsammlung, die in ihren Ursprüngen auf Georg Friedrich Creuzer (1771-1858) zurückgeht. Die Sammlung wird vom Heidelberger Zentrum für antike Numismatik (ZAN) betreut und derzeit für das Digitale Münzkabinett aufgearbeitet, u.a. um sie effektiver für die numismatische Lehre nutzen zu können.
An der Universität Heidelberg ist die Koordination des NVBW angesiedelt.
Die Initiative zur Einrichtung der numismatischen Lehrsammlung der Universität Konstanz ging 2009 vom Fachgebiet Alte Geschichte aus. Gegenwärtig umfasst die Sammlung 140 Münzen aus Kaiserzeit und Spätantike und wird intensiv in der Methodenlehre eingesetzt. Die Betreuung der Sammlung ist im Fachbereich Geschichte und im Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) angesiedelt.
Die Universität Mannheim verfügt über eine 121 antike Münzen umfassende Lehrsammlung, welche zum Teil auf den Numismatiker Heinrich Chantraine (1929-2002) zurückgeht. Die Sammlung wird vom Lehrstuhl für Alte Geschichte betreut und derzeit in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und dem NVBW digitalisiert und aufgearbeitet. Des Weiteren gibt es ein vom NVBW gefördertes Lehrangebot, das sich vor allem an Studierende richtet, die sich für Fragen der Numismatik und Wirtschaftsgeschichte interessieren.
Mit 162 Stücken ist die Sammlung antiker Münzen der Abteilung für Alte Geschichte des Historischen Instituts der Universität Stuttgart zwar recht überschaubar, wird aber in der akademischen Lehre intensiv genutzt: Der eine Teil der Sammlung (56 Stücke) wird in den althistorischen Proseminaren und Tutorien eingesetzt und dient der Vermittlung von Grundlagen der Numismatik. Der andere Teil des Stuttgarter Bestands an antiken Münzen hingegen, der 106 Stücke umfasst, wurde in den Jahren 1994 bis 1996 als Forschungssammlung erworben. Dabei handelt es sich um Münzen aus dem Pontosgebiet, die allesamt der Regierungszeit des Mithridates VI. Eupator entstammen.