Berichte

23.05.2020

Der Schwarze Tod in Damaskus

Von nahezu keiner Seuche oder Krankheiten wurde die Menschheit in ihrer Geschichte so hart getroffen, wie von den Pestwellen, die bis ins 19. Jahrhundert beinahe weltweit wüteten.
Im Jahr 1348 gelangte die Pest auch nach Damaskus und richtete dort unsägliches Leid an. Aus dieser Zeit sind bange Erinnerungen, Berichte über scheinbar endlose Gebete und auch eine Münze erhalten, welche die Forschungsstelle für Islamische Numismatik an der Universität Tübingen als Münze des Monats näher beleuchtet.

Inmitten des pandemischen Erleben starten wir unsere neue Serie "Mit Abstand näher betrachtet: Münzen, Medaillen und die Medizin" und stellen Ihnen jede Woche ein Objekt unserer Kooperationspartner vor, das verschiedene Phänomene der numismatischen Medizingeschichte beleuchtet.

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15.05.2020

Viele Krankheiten, eine Salus...

Die Personifikation von Gesundheit und Wohlergeben Salus wurde im römischen Reich kultisch verehrt. Auf Münzen der römischen Kaiser verkörpert die Salus als Salus Augusti die persönliche Gesundheit des Kaisers, aber auch das öffentliche Wohlehrgehen des Reiches (Salus Publica).
Wir zeigen Ihnen heute ein Objekt aus der Münzsammlung der Universität Heidelberg, deren Rückseite eine Darstellung der Salus aufweist und hoffen, sie bleiben oder werden gesund!

Inmitten des pandemischen Erleben starten wir unsere neue Serie "Mit Abstand näher betrachtet: Münzen, Medaillen und die Medizin" und stellen Ihnen jede Woche ein Objekt unserer Kooperationspartner vor, das verschiedene Phänomene der numismatischen Medizingeschichte beleuchtet.

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04.05.2020

Aeskulap – ein „unvergleichlicher Arzt“

Aeskulap (griechisch Asklepios) wurde als antiker Gott der Heilkunst im gesamten römischen Reich verehrt. Auf römischen Münzen ist er jedoch nur selten abgebildet. Wir zeigen Ihnen heute ein Objekt, dass eine Darstellung des Gottes auf seiner Rückseite zeigt. Der Sesterz des Caracalla zeigt die besondere Bedeutung des Aeskulap für den Kaiser, der oftmals an Krankheiten litt und sich im Heiligtum des Gottes auskurierte.

Die Münze befindet sich im Münzkabinett des Landesmuseums Württemberg und zeigt die numismatische Umsetzung der Hoffnung auf Heilung und Gesundheit.

Inmitten des pandemischen Erleben starten wir unsere neue Serie "Mit Abstand näher betrachtet: Münzen, Medaillen und die Medizin" und stellen Ihnen jede Woche ein Objekt unserer Kooperationspartner vor, das verschiedene Phänomene der numismatischen Medizingeschichte beleuchtet.

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27.04.2020

Eine Hand wäscht die andere...

Seit Wochen geben wir einander nicht die Hand, um Infektionsketten zu unterbrechen und einander zu schützen. Dabei ist diese kleine Geste normalerweise ein fester Bestandteil unseres alltäglichen Soziallebens: Zur Begrüßung, zur Gratulation, zum Abschied und als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung. Auch historisch ist die Geste des Handschlages fest verankert. So sind die ineinandergreifenden Hände als so genannte dextrarum iunctio oft auf römischen Münzen zu finden. Der Handschlag gilt als Zeichen der Eintracht und der Anerkennung, als Symbol der Annahme und Akzeptanz.

Wir zeigen Ihnen heute einen Denar des Kaisers Antoninus Pius, auf dessen Rückseite ein solcher Handschlag zu sehen ist. Das Objekt befindet sich in der Münzsammlung unseres Verbundpartners aus Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität.
Sicherlich werden wir noch eine Weile darauf verzichten müssen, uns die Hand zu geben – im Sinne der Gesundheit zeigt der Verzicht darauf eine andere, ganz besondere Art der Handreichung. Ganz ohne Körperkontakt!


Inmitten des pandemischen Erleben starten wir unsere neue Serie "Mit Abstand näher betrachtet: Münzen, Medaillen und die Medizin" und stellen Ihnen jede Woche ein Objekt unserer Kooperationspartner vor, das verschiedene Phänomene der numismatischen Medizingeschichte beleuchtet.

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23.03.2020

Zwei von 99

In dem kürzlich erschienen Band „Runde Geschichte. Europa in 99 Münz-Episoden“ werden durch Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt 99 Münzen, vom Beginn der Münzprägung vor 2.600 Jahren bis zum €pro, vorgestellt. Unter den Objekten finden sich auch zwei Münzen unseres Verbundpartners aus Stuttgart, dem Landesmuseum Württemberg.
Der Leiter des Stuttgarter Münzkabinetts, Dr. Matthias Ohm, berichtet im Blog des Landesmuseums von diesen zwei Münzen, die nun gemeinsam mit 97 anderen eine numismatische Geschichte vervollständigen.
Viel Spaß beim Lesen!

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05.03.2020

Graffiti auf römischen Goldmünzen: Bedeutungsspektrum und Kommunikationsstrategien

Im Rahmen des Heidelberger Sonderforschungsbereiches "Materielle Textkulturen" widmet sich das Teilprojekt zu Graffiti auf römischen Goldmünzen unter der Leitung von Frau Dr. Susanne Börner und unter Mitarbeit der Doktorandin Friederike Stahlke M.A. erstmals der Bedeutung numismatischer Zeugnisse als schrifttragende Artefakte.
Im Interview gibt Dr. Börner nun persönliche Einblicke in ihre Arbeit als Numismatiker in- und außerhalb des Sonderforschungsbereiches.

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03.03.2020

Numismatische Höhenunterschiede – und wie wir sie überwunden haben

Zwei Heidelberger Studentinnen der (Kunst)geschichte haben sich im vergangenen Sommer im Münzkabinett des Landesmuseums Württemberg mit einem der interessantesten Medailleure der Gegenwart, nämlich Victor Huster beschäftigt. Veronika Nuding und Sophie Preiswerk konnten dank der Gerda-Henkel-Stiftung die Bestände der Huster'schen Medaillen im Landesmuseum für die Öffentlichkeit. Sie berichten zudem im Blog des LMW von ihrer Reise durch die Berge und Täler der Medaillenwelt Victor Husters.

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03.03.2020

Von Optimaten und Popularen – oder von Elitären und Populisten?

Seit vielen Monaten schon beschäftigt sich Sonja Kitzberger im Münzkabinett des Landesmuseum Württembergs mit dem Geld der Römischen Republik. Barrenschwere Aes grave, silberne Denare mit komplexen Bildmotiven und sogar einzelne Goldmünzen wanderten durch ihre Hände.
Das Ergebnis ihrer Arbeit kann in der Sammlung Online des LMW Webseite betrachtet werden. Aus den fast tausend römisch-republikanischen Münzen der Sammlung werden außerdem bei museum digital 54 Stück in einer kleinen virtuellen Ausstellung näher vorgestellt. Von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen berichtet Frau Kitzberger zudem auf dem Blog des Landesmuseums.
Viel Freude beim Lesen und Stöbern!

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29.12.2019

Ein Zeigefinger bewegt 88 Tonnen...

Das Leben in der Numismatik ist vielseitig: Nicht immer richtet sich der Blick ausschließlich in die Vergangenheit, und nicht immer stehen nur Grammgewichte im Mittelpunkt.
Dies erfuhr Dr. Matthias Ohm vom Landesmuseum Württemberg, der kürzlich die besondere Ehre hatte, eine zehn-Euro-Münze zu prägen - und das per Knopfdruck!
Matthias Ohm berichtet im Blog des Landesmuseums davon, wie es möglich ist, 88 Tonnen mit dem Zeigefinger zu bewegen und wie die daraus entstandene zehn-Euro-Münze im Detail aussieht.
Viel Freude beim Lesen!

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15.11.2019

14. Tag der Antiken Numismatik am 15./16. November 2019

Am 15. und 16. November fand der nunmehr 14. Tag der Antiken Numismatik in Münster statt.
Neben dem geselligen Zusammenkommen von WissenschaftlerInnen und numismatisch Interessierten fand am Abend des 15. Novembers der Abendvortrag von Prof. Dr. Stefan Krmnicek mit dem Titel "Fundmünzen - mehr als nur Geld" regen Anklang.
Am 16. November dann wurde in 13 Fachvorträgen neuste numismatische Forschung von WissenschaftlerInnen aus ganz Deutschland vorgestellt und diskutiert.
Mit großem Dank an die OrganisatorInnen freuen wir uns auf den 15. Tag der Antiken Numismatik im nächsten Jahr und auf den kommenden Austausch und die Vernetzung der numismatischen Fachwelt.

27.06.2019

"Imitatio delectat: Die soziokulturelle Bedeutung von Nachahmungen römischer Münzen" am 22.03.2019

Am 22. März 2019 fand die internationale Fachtagung zum Phänomen der Imitationen römischer Münzen statt.
Anlass der Tagung war der Abschluss der ersten Phase des Heidelberger Projektes „Münz-Imitationen im infrastrukturellen Kontext während der zweiten Hälfe des 3. Jahrhunderts in der heutigen Pfalz“. Das Projekt wird seit Juli 2017 durch die Fritz-Thyssen-Stiftung finanziert und hat noch 9 Monate Laufzeit.
Ziel der Untersuchung ist die Klärung der Frage nach dem konkreten Anteil der Imitationen am Münzumlauf des Zeitraums zwischen 250 und 305 n. Chr.
Im Rahmen der Tagung sprachen neun internationale Redner in zehn Vorträgen über ihre Ergebnisse vor einem gut fünfzigköpfigen, internationalen Publikum, dem sich noch einige Studierende mehrerer deutscher Universitäten angeschlossen hatten.

Mehr Informationen zu den einzelnen Vorträgen und interessanten Ergebnissen können dem angehängten Tagungsbericht entnommen werden.

11.12.2018

Antikenrezeption auf Napoleons Medaillen

Napoleon Bonaparte (1769–1821) bezog sich in seinem bildlichen Auftreten auf die Antike. Dies tat er unter anderem auf Medaillen, die er auf wichtige und erinnerungswürdige Ereignisse prägen ließ. Die Medaillen strotzen förmlich von antiken Anspielungen, Motiven und Themen. Von der Verwendung antiker Symbole und Motive erhoffte sich Napoleon vor allem die Legitimation seiner Herrschaft. Die Antike versprach Tradition, historische Dimension und eine mächtige Überzeitlichkeit.
Die Heidelberger Studentin Sophie Preiswerk machte sich in Stuttgart vor Ort ein Bild von den Medaillen, die jetzt, ermöglicht durch den Numismatischen Verbund Baden-Württemberg, auch im digitalen Museum einzusehen sind!
Lest mehr dazu im Blog!

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26.10.2018

Der Erste Weltkrieg - Inventarisierung von Münzen und Medaillen durch Nachwuchs-Numismatiker

Zu Zeiten des Ersten Weltkrieges erfolgte zum Zwecke der Kriegseuphorie eine massenhafte Produktion von Prägungen auf Medaillen, Münzen und Plaketten. Ein Bruchteil dieser, mit zum Teil kuriosen Abbildungen auf Avers und Revers versehenen, Prägungen, befindet sich heute im Münzkabinett des Landesmuseums Württemberg. Gefördert vom Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg konnte mithilfe der beiden Heidelberger Studenten Vivien Schiefer und Nicolas Schmitt der Bestand erfasst und digitalisiert werden. Nun stehen die inventarisierten Prägungen der Sammlung des Landesmuseums Württembergs der breiten Masse in Form einer digitalen Präsentation zur Verfügung!
Mehr dazu im Blog!

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04.10.2018

Eine Heidelberger Geschichtsstudentin und der Münzfund von Eschelbach

Im Jahr 1921 wurde unter unbekannten Fundumständen ein Hort von 10 kg Münzen in Eschelbach, einem Stadtteil von Neuenstein im Hohenloher Kreis, gehoben. Die Münzen wurden nach ihrer Entdeckung von Professor Müller untersucht, der dem mutmaßlich privaten Finder den Großteil der Stücke am 23. September 1925 wieder aushändigte. Er behielt für das Museum lediglich 210 Silbermünzen, die mit etwa 383 g nur 3,83% des ursprünglichen Schatzes ausmachen.
Die Heidelberger Studentin Caroline Schmuck berichtet über das numismatische Vergnügen im Landesmuseum Württemberg die 210 auserwählten Vertreter dieses Schatzes in ihren Semesterferien zu bearbeiten.

Lesen Sie mehr dazu im Blog des LMW!

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27.06.2018

Bericht zum Festakt des Numismatischen Verbundes in Baden-Württemberg

Bericht zum Festakt des Numismatischen Verbundes in Baden-Württemberg
Anlässlich des Abschlusses der ersten Phase des Numismatischen Verbundes in Baden-Württemberg (NV BW) fand am Freitag, den 22. Juni 2018, im Haus der Musik im Fruchtkasten in Stuttgart ein Festakt statt.
Nach der Begrüßung durch Dr. Matthias Ohm (Landesmuseum Württemberg) richtete die Staatssekretärin Petra Olschowski ein Grußwort an die rund 60 Gäste. Im Namen der Landesregierung stellte sie die Bedeutung der Kleinen Fächer wie der Numismatik als Kernbestand der wissenschaftlichen Landschaft Baden-Württembergs heraus, welche auch für die hohe internationale Reputation der Universitäten des Landes eine Rolle spielten. In diesem Zusammenhang betonte Staatssekretärin Olschowski auch die „Pionierarbeit“ des NV BWs, eines von 13 im Zuge der „Landesinitiative ‚Kleine Fächer' Baden-Württemberg“ geförderten Projekten, aufgrund von dessen interdisziplinärer und interinstitutionellen Arbeit – schließlich sind im NV BW nicht nur Universitätsinstitute, sondern auch Museen und das Landesamt für Denkmalpflege involviert.
Im Folgenden skizzierte Prof. Dr. Christian Witschel von der Universität Heidelberg die Genese des NV BW als erster Institution dieser Art in einem deutschen Bundesland. Hervorgehoben wurde von ihm die nationale Vernetzung sowie der Transfer in die Öffentlichkeit und in die wissenschaftliche Community durch die Homepage (NumismatischerVerbundBW.de), die epochenübergreifende E-Learning-Plattform (NumiScience.de) und das numismatische Portal Baden-Württemberg (Numismatik-BW.de/), in dem langfristig alle numismatischen Objekte des Verbundes online zugänglich gemacht werden. Prof. Witschel stellte besonders die Bedeutung der letzten beiden online-Angebote für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses heraus, ebenso die durch den Verbund finanzierte Lehre, die Spring School des NV BW im April 2018 sowie die vom NV BW koordinierte Praktikumsbörse.
Im Festvortrag des Abends, welcher den Titel „Numismatik 2023“ trug, machte Prof. Dr. Bernhard Weisser, Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Bestandsaufnahme der aktuellen numismatischen Berliner Forschung und skizzierte die Herausforderungen, vor der die Numismatik in den nächsten fünf Jahren stehen wird: so sei die Bedeutung der Provenienzforschung nicht zu unterschätzen, ebenso dürfte der Fokus der Sammlungen nicht nur auf Bestandsdokumentation liegen, sondern müsste auch auf Vermittlung gerichtet werden. Prof. Weisser plädierte dafür, sich vom „Leuchtturm-Denken“ abzukehren und sich zwecks des gemeinsamen Werkzeugs des Datenaustausches zusammenzuschließen. Ziel sei dabei v.a. der maschinenlesbare Datenaustauch. In diesem Zusammenhang stellte er auch den Mehrwert digitaler Publikationen im Vergleich zu Buchpublikationen heraus. Besondere Bedeutung hätten die Erstellung und Pflege von Normdaten, damit Erkenntnisse auf Portalen wie z.B. OCRE (Online Coins of the Roman Empire, numismatics.org/ocre/), Pella (makedonische Münzen, numismatics.org/pella/) oder dem Corpus Nummorum (thrakische Münzen, www.corpus-nummorum.eu/) einheitlich zu bewerten seien.
Im Anschluss an die Rede Prof. Weissers fand ein Stehempfang statt. Der Numismatische Verbund in Baden-Württemberg wird vom 01. Juli 2016 bis zum 31. Oktober 2018 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Friederike Stahlke, Universität Heidelberg

13.04.2018

Die Erlebnisse von drei angehenden (Kunst-)HistorikerInnen der Universität Heidelberg im LMW

Drei angehende (Kunst-)HistorikerInnen der Universität Heidelberg arbeiten derzeit als Hilfskräfte im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart und unterstützen den Kurator Dr. Matthias Ohm. Sie arbeiten gerade einen 900 Münzen umfassenden Schatz aus den 1670er Jahren auf. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dieser in einem Kuhstall in Öschelbronn (Landkreis Böblingen) gefunden und befindet sich heute im Münzkabinett des Landesmuseums Württemberg.
Ihre Erlebnisse und Erfahrungen bei der Bearbeitung des Schatzes schildern die drei Studierenden im Blog des LMW.
Lesen Sie mehr dazu!

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10.04.2018

Spring School "Fundnumismatik" des NV BW (3.-5. April 2018)

Am 3.-5.April 2018 fand die Spring School des Numismatischen Verbundes mit dem Titel
„Das Geld liegt auf der Straße – zum wissenschaftlichen Umgang mit Fundmünzen“
am Verbundstandort Mannheim (Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim; Historisches Institut der Universität Mannheim) statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 13 Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum erhielten von ausgewiesenen Experten auf dem Feld der Numismatik eine theoretische und praktische Einführung in die Bestimmung von Fundmünzen der Antike bis zur Gegenwart. Zum Kursprogramm gehörte zudem eine Einführung in (Fund-) Münzdatenbanksysteme. Ebenso wurden Restaurierung und archäometrische Untersuchung von Fundmünzen behandelt und die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Auswertung diskutiert. Auch ein Besuch des Sammlungszentrums der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und des Historischen Museums der Pfalz in Speyer war Teil des Programms sowie die Teilnahme an einem Treffen der ehrenamtlichen Sondengänger der GDKE, Außenstelle Speyer.

Lehrende des Kurses waren:
Aileen Becker M.A. (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer); Dr. Susanne Börner (Koordinatorin NVBW / Zentrum für antike Numismatik, Universität Heidelberg); PD Dr. Harald Derschka (Fachbereich Geschichte, Universität Konstanz); Daniel Franz (Historisches Institut, Universität Mannheim); Dr. Ulrich Himmelmann (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer); Dipl. Museologin Noreen Klingspor (Landesmuseum Württemberg (LMW)); Stefan Kötz, M.A. (Westfälisches Landesmuseum Münster); Dr. Klaus Kortüm (Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (LAD)); Andreas Müller B.A. (Zentrum für antike Numismatik, Universität Heidelberg); Patricia Pfaff M.A. (Reiss-Engelhorn Museen, Mannheim); Dipl.-Inf. Mario Schlapke (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Thüringen, Weimar); PD Dr. Roland Schwab (Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie, Mannheim); Dr. Irmgard Siede (Reiss-Engelhorn Museen, Mannheim); Dr. David Wigg-Wolf (Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt a.M.); Dr. Sebastian Zanke (Historisches Museum der Pfalz in Speyer)

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07.03.2018

Neuerwerbung im Münzkabinett Stuttgart

Das Münzkabinett des LMW in Stuttgart hat einen Münzprüfer zum Geschenk erhalten.
Nach der politischen Einigung Deutschlands im Jahre 1871 musste auch das Geld vereinheitlicht werden: Im Norden galt der Taler, im Süden der Gulden. In ganz Deutschland wurde nun eine neue Währung eingeführt: die Mark zu 100 Pfennigen. Es gab Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20, 25 und 50 Pfennigen sowie von ½, 1, 2, 3, 5, 10 und 20 Mark. Um kontrollieren zu können, ob die neuen Geldstücke auch echt waren, gab es mechanische Münzprüfer. Einen solchen Prüfer hat das Münzkabinett im Herbst 2017 geschenkt bekommen – ein Stück, das trotz (oder gerade wegen) seiner einfachen Bedienung sehr fasziniert.

Mehr erfahren Sie, wenn Sie auf den link klicken.

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07.03.2018

Münzbeprobung in Heidelberger Forschungsprojekt

Das Heidelberger Zentrum für antike Numismatik forscht derzeit mit zwei Projekten in den Sammlungen des Historischen Museums der Pfalz in Speyer und in den Beständen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE)-Außenstelle Speyer.
Das eine Projekt "Der spätantike Münzhorizont in der Rhein-Neckar-Region" geht der Frage nach wie sich der spätantike rechts- und linksrheinische Münzumlauf unterschied.
Das andere Projekt "Münz-Imitationen im infrastrukturellen Kontext während der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in der heutigen Pfalz" beschäftigt sich mit der Frage, wie groß der Anteil an Münzimitationen, das heißt in irregulären Prägestätten hergestellte Münzen nach römischem Vorbild, an der Gesamtmenge von Münzfunden in bestimmten pfälzischen Orten ist. Dabei soll auch untersucht werden, ob der Anteil an solchen Imitationen im Vergleich zu den "echten" römischen Münzen der Zeit höher ist, je abgelegener der Ort lag. Außerdem wird erforscht, woraus solche imitierten Münzen hergestellt wurden. Altmetall? Vergleichbare Legierungen wie bei den "echten" römischen Münzen? Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, werden dabei auch Proben der Münzen genommen und anschließend im Labor des Curt-Engelhorn-Zentrums für Archäometrie auf ihre metallurgische Zusammensetzung hin untersucht.
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19.01.2018

Vielseitige Zeitzeugen – Münzen und digitale Numismatik in der Schule

Über den Einsatz von Münzen in der schulischen Lehre finden Sie hier einen Artikel von Johannes Eberhardt (Universität Freiburg). Münzen sind Massenmedien, die seit ihrer Entstehung im 7. Jh. v. Chr. auf dynamisch wachsende Resonanz stoßen (Berthold/Weisser 2011). Sie eignen sich für den Schulunterricht nicht nur als anschauliche Objekte einer über 2500 Jahre alten Geschichte verschiedener Weltregionen, sondern sind vielmehr auch Zeitzeugen, an deren ‚Körperlichkeit‘ sich Spuren der Geschichte ablesen lassen.

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