Berichte

13.04.2018

Die Erlebnisse von drei angehenden (Kunst-)HistorikerInnen der Universität Heidelberg im LMW

Drei angehende (Kunst-)HistorikerInnen der Universität Heidelberg arbeiten derzeit als Hilfskräfte im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart und unterstützen den Kurator Dr. Matthias Ohm. Sie arbeiten gerade einen 900 Münzen umfassenden Schatz aus den 1670er Jahren auf. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dieser in einem Kuhstall in Öschelbronn (Landkreis Böblingen) gefunden und befindet sich heute im Münzkabinett des Landesmuseums Württemberg.
Ihre Erlebnisse und Erfahrungen bei der Bearbeitung des Schatzes schildern die drei Studierenden im Blog des LMW.
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10.04.2018

Spring School "Fundnumismatik" des NV BW (3.-5. April 2018)

Am 3.-5.April 2018 fand die Spring School des Numismatischen Verbundes mit dem Titel
„Das Geld liegt auf der Straße – zum wissenschaftlichen Umgang mit Fundmünzen“
am Verbundstandort Mannheim (Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim; Historisches Institut der Universität Mannheim) statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 13 Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum erhielten von ausgewiesenen Experten auf dem Feld der Numismatik eine theoretische und praktische Einführung in die Bestimmung von Fundmünzen der Antike bis zur Gegenwart. Zum Kursprogramm gehörte zudem eine Einführung in (Fund-) Münzdatenbanksysteme. Ebenso wurden Restaurierung und archäometrische Untersuchung von Fundmünzen behandelt und die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Auswertung diskutiert. Auch ein Besuch des Sammlungszentrums der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und des Historischen Museums der Pfalz in Speyer war Teil des Programms sowie die Teilnahme an einem Treffen der ehrenamtlichen Sondengänger der GDKE, Außenstelle Speyer.

Lehrende des Kurses waren:
Aileen Becker M.A. (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer); Dr. Susanne Börner (Koordinatorin NVBW / Zentrum für antike Numismatik, Universität Heidelberg); PD Dr. Harald Derschka (Fachbereich Geschichte, Universität Konstanz); Daniel Franz (Historisches Institut, Universität Mannheim); Dr. Ulrich Himmelmann (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer); Dipl. Museologin Noreen Klingspor (Landesmuseum Württemberg (LMW)); Stefan Kötz, M.A. (Westfälisches Landesmuseum Münster); Dr. Klaus Kortüm (Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (LAD)); Andreas Müller B.A. (Zentrum für antike Numismatik, Universität Heidelberg); Patricia Pfaff M.A. (Reiss-Engelhorn Museen, Mannheim); Dipl.-Inf. Mario Schlapke (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Thüringen, Weimar); PD Dr. Roland Schwab (Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie, Mannheim); Dr. Irmgard Siede (Reiss-Engelhorn Museen, Mannheim); Dr. David Wigg-Wolf (Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt a.M.); Dr. Sebastian Zanke (Historisches Museum der Pfalz in Speyer)

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07.03.2018

Neuerwerbung im Münzkabinett Stuttgart

Das Münzkabinett des LMW in Stuttgart hat einen Münzprüfer zum Geschenk erhalten.
Nach der politischen Einigung Deutschlands im Jahre 1871 musste auch das Geld vereinheitlicht werden: Im Norden galt der Taler, im Süden der Gulden. In ganz Deutschland wurde nun eine neue Währung eingeführt: die Mark zu 100 Pfennigen. Es gab Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20, 25 und 50 Pfennigen sowie von ½, 1, 2, 3, 5, 10 und 20 Mark. Um kontrollieren zu können, ob die neuen Geldstücke auch echt waren, gab es mechanische Münzprüfer. Einen solchen Prüfer hat das Münzkabinett im Herbst 2017 geschenkt bekommen – ein Stück, das trotz (oder gerade wegen) seiner einfachen Bedienung sehr fasziniert.

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07.03.2018

Münzbeprobung in Heidelberger Forschungsprojekt

Das Heidelberger Zentrum für antike Numismatik forscht derzeit mit zwei Projekten in den Sammlungen des Historischen Museums der Pfalz in Speyer und in den Beständen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE)-Außenstelle Speyer.
Das eine Projekt "Der spätantike Münzhorizont in der Rhein-Neckar-Region" geht der Frage nach wie sich der spätantike rechts- und linksrheinische Münzumlauf unterschied.
Das andere Projekt "Münz-Imitationen im infrastrukturellen Kontext während der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in der heutigen Pfalz" beschäftigt sich mit der Frage, wie groß der Anteil an Münzimitationen, das heißt in irregulären Prägestätten hergestellte Münzen nach römischem Vorbild, an der Gesamtmenge von Münzfunden in bestimmten pfälzischen Orten ist. Dabei soll auch untersucht werden, ob der Anteil an solchen Imitationen im Vergleich zu den "echten" römischen Münzen der Zeit höher ist, je abgelegener der Ort lag. Außerdem wird erforscht, woraus solche imitierten Münzen hergestellt wurden. Altmetall? Vergleichbare Legierungen wie bei den "echten" römischen Münzen? Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, werden dabei auch Proben der Münzen genommen und anschließend im Labor des Curt-Engelhorn-Zentrums für Archäometrie auf ihre metallurgische Zusammensetzung hin untersucht.
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19.01.2018

Vielseitige Zeitzeugen – Münzen und digitale Numismatik in der Schule

Über den Einsatz von Münzen in der schulischen Lehre finden Sie hier einen Artikel von Johannes Eberhardt (Universität Freiburg). Münzen sind Massenmedien, die seit ihrer Entstehung im 7. Jh. v. Chr. auf dynamisch wachsende Resonanz stoßen (Berthold/Weisser 2011). Sie eignen sich für den Schulunterricht nicht nur als anschauliche Objekte einer über 2500 Jahre alten Geschichte verschiedener Weltregionen, sondern sind vielmehr auch Zeitzeugen, an deren ‚Körperlichkeit‘ sich Spuren der Geschichte ablesen lassen.

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01.01.2018

Tagungsbericht Perspektiven der Numismatik 29.09.2017

Der Workshop " Perspektiven der Numismatik" wurde am 29.09.2017 durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg veranstaltet.
Anbei finden Sie den Tagungsbericht, verfasst durch Melanie Meaker (Universität Mannheim) und Annika Stoeger (Universität Heidelberg), mit dem genauen Tagungsprogramm und Zusammenfassungen der Vorträge .

28.11.2017

Kolloquium zum 75. Geburtstag von Ulrich Klein in Stuttgart

Im Oktober konnte Dr. Ulrich Klein, langjähriger Leiter des Münzkabinetts im Landesmuseum Württemberg und Vorsitzender des Württembergischen Vereins für Münzkunde, seinen 75. Geburtstag feiern. Aus Anlass dieses Jubiläums veranstaltet der Württembergische Verein für Münzkunde am Samstag, 21. Oktober, ein eintägiges Kolloquium mit sieben seiner numismatischen Weggefährten. Auf die Begrüßung durch Matthias Ohm, Nachfolger als Leiter des Münzkabinetts und als Vorsitzender des Münzvereins, und das Grußwort von Stefan Sonntag, Münzhändler und Verleger vieler Werke von Ulrich Klein, folgten sieben Vorträge, deren Themen die große Bandbreite der numismatischen Interessen des Jubilars von der Antike bis ins 20. Jahrhundert wiederspiegelten. Den Anfang machte Rainer Albert (Speyer), der über Augustus und die Kuh des Myron berichtete. Arent Pol (Utrecht) wandte sich der Sammlung Unger zu, die in den 1930er Jahren ins Stuttgarter Münzkabinett kam. Die beiden folgenden Vorträge waren den hochmittelalterlichen Münzen gewidmet, einem der Forschungsschwerpunkte Ulrich Kleins. Peter Ilisch (Münster) referierte über Die schwäbischen Münzen der ottonisch-salischen Zeit in polnischen Funden; Michael Matzke (Basel) berichtete über Neckarschwäbisches zwischen Tübingen und Sindelfingen. Das Thema von Matthias Ohm (Stuttgart) waren Münzen und Medaillen in Grundsteinen und Turmknäufen, während Albert Raff (Stuttgart) über neue Erkenntnisse zum Medaillenschaffen des königlich-württembergischen Hofmedailleurs Karl Schwenzer (1843–1904) informierte. Den Abschluss der gut besuchten Veranstaltung bildete der Vortrag von Bernd Kluge (Berlin) zum Quo vadis (deutsche) Numismatik?
Ein Druck der Vorträge ist in Vorbereitung.

01.11.2017

Ein Dukaten Kaiser Leopolds I. - ein außergewöhnlicher Münzfund in Vaihingen

Am 26. Mai 2017 machte Alexander Danz vom Vaihinger Geschichtsverein einen spektakulären Fund. Bei Aufräumarbeiten im Haspelturm entdeckte er zwischen zwei Steinplatten einen Dukaten. Die Goldmünze war im Jahr 1693 von Kaiser Leopold I. im ungarischen Kremnitz, dem heutigen Kremnica in der Slowakei, geprägt worden. Auf der Suche nach fachlicher numismatischer Beratung startete der Geschichtsverein eine Internetrecherche, stieß auf den Numismatischen Verbund Baden-Württemberg und kontaktierte Dr. Susanne Börner, Koordinatorin des Verbunds. Sie leitete die Anfrage an Dr. Matthias Ohm vom Münzkabinett im Landesmuseum Württemberg weiter, der die goldene Fundmünze begutachtete. Für den aktuellen Band der Schriftenreihe der Stadt Vaihingen an der Enz, der kurz vor der Drucklegung stand, verfasste er einen kleinen Beitrag, der Text und Bild von Vorder- und Rückseite erläutert, über Geschichte und Feingehalt der Dukaten informiert, Angaben zum Wert der Münze im ausgehenden 17. Jahrhundert bietet und schließlich Überlegungen anstellt, wann und warum die Goldmünze wohl verborgen wurde.
Vgl. dazu: Matthias Ohm, Ein in Kremnitz geprägter Dukaten aus dem Jahr 1693 - ein spektakulärer Fund im Vaihinger Haspelturm, in: Streifzug durch die Jahrhunderte, (Schriftenreihe der Stadt Vaihingen an der Enz, Bd. 15), Vaihingen an der Enz 2017, S. 245-249.